Mi

16

Mär

2016

Jetzt regen sich wieder alle auf....

Nun ist die Cruft`s gerade zu Ende und alle regen sich wie jedes Jahr wieder auf: über den krummen Schäferhund, der im Profil betrachtet eher als überdimensionaler Türkeil, denn als Gebrauchshund durchgehen kann, über den Pekingesen, dessen grotesker Gesichtausdruck eher einem nach Luft japsendes Gnom glich, dessen Körper mit so viel Haar verkleidet war, dass es unmöglich war, auch nur ansatzweise festzustellen, ob der überhaupt über alle Gliedmaßen verfügt und nicht zuletzt auch über den Westi, dessen Frisur auch nur noch an einen angezüchteten Wasserkopf erinnerte und, und, und….

 

 

 

Während dessen lehnt sich die Irish Terrier Gemeinde, Züchter wie auch Halter, mit einem teilweise unangemessen süffisanten Blick auf diese „Qualzuchten“ zurück und zelebriert auch wie jedes Jahr nach der Cruft`s ihre Rasse und deren vermeintlich grandiose Gesundheit, dabei fällt auch hier die Bilanz von Jahr zu Jahr schlechter aus, aber offenbar noch nicht schlecht genug, als dass hier mal Bewegung ins Spiel käme, um vielleicht zumindest den derzeitigen status quo nicht noch weiter zu verschlimmbessern.

 

Natürlich können auch hier nun die Züchter und unbedarften Halter an vorderster Front wieder in das auch seit Jahren selbe Horn blasen mit ihrem ewigen: „Ja, aber bei uns sieht es ja noch vergleichsweise gut aus!“, nur was sind das für Vergleiche?

 

Allmählich erinnert es mich an einen neulich absurden Ausspruch einer anscheinend etwas beschränkten Einzelperson, die sagte: „Also verglichen mit den Flüchtlingen an der griechischen Grenze geht es den deutschen Hartz 4 Empfängern wirklich gut!“…ja, kann man so sehen….

 

Wenn ich mal von den weiterhin hohen Zahlen verhaltensauffälliger Irish Terrier absehe (hier jetzt übrigens neu im Kommen: massive Stereotypien!), finde ich die Bilanz allein der letzten 12 Monate mehr als bedenklich und das sind hier nun „nur“ die mir nachweislich bekannten Fälle und Besonderheiten:

 

- die CU verbreitet sich munter weiter und es scheint auch so manch einem Züchter mittlerweile völlig egal zu sein, wenn die zur Verpaarung ausgewählten Hunde schon mehrfach (!!!) Steinbildner hervorgebracht haben. Das Highlight für mich ist derzeit ein Rüde, der nun bereits gepflegte 26 (!!) Würfe auch mit vermutlich belasteten Hündinnen gezeugt hat. Wird aber weiter eingesetzt.

 

- eine nicht unerhebliche Anzahl Irish Terrier mit mannigfaltigen Autoimmunerkrankungen in unterschiedlichsten Varianten, die merkwürdigerweise ausgerechnet da auftauchen, wo der Inzuchtkoeffizient so hoch ist, dass die Hunde theoretisch mehrfach mit sich selbst verwandt sind.

 

- ein bedenklicher Vormarsch der SRMA, auch als „juvenile Meningitis“ bekannt.

 

- vermehrt auftauchende Iren mit HD, von B bis D ist alles dabei! Die HD beim Irish ist dabei ein sehr aufschlussreiches Kapitel und widerlegt die allseits verbreitete Hypothese recht einfach, dass es eben nichts macht, wenn „kleine, leichte“ Hunde daran erkranken…

 

Die kleinen „Schönheits-Spitzfindigkeiten“ wie brettgerader Rücken bei immer größer werdenden Hunden (ja, wir haben schon Rüden mit 57 cm Schulterhöhe – die kann man aber durch Drücken des Körmaßes auf der ZZL einfach „kleiner rechnen“), eine steigende Anzahl schlecht operierter Stehohren, Fellstrukturen, die nicht nur aussehen, als hätten die Ratten dran gefressen, sondern die den Iren eigentlich auch für diverse „Arbeitseinsätze“ unbrauchbar machen, Köpfe, die so schmal sind, dass es niemanden mehr wundern sollte, wieso darin keine 42 Zähne mehr Platz haben, zunehmende Wechselnasen oder in den schmalen Köpfen absonderlich eingesetzte Augen, die dem ganzen Hund leider nur noch den Ausdruck eines schälen Augusts mit Silberblick verleihen, scheinen hier dann tatsächlich „vergleichsweise unwichtig“ zu sein.

 

Wie das alles zustande kommt, kann man natürlich nur mutmaßen, aber einige schlaue Köpfe gehen davon aus, dass der mittlerweile schon fast inflationäre Anstieg an Neuzüchtern, die sich leider weder mit ihren Hunden, noch mit „dem Hund allgemein“ auseinandersetzen und sich statt dessen den an sich gar nicht so unbrauchbaren Rassestandard zurechtbiegen wie ein weiches Kaugummi, aufgrund monetärer und/ oder profilneurotischen Ideen einen Mist zusammen züchten, bei dem sich jedem erfahrenen, langjährigen Züchter, der seinen Job verantwortungsvoll macht, die Fußnägel aufrollen. Und es scheint auch jeden Tag wieder ein Käufer für diese Hunde aufzustehen, dem es teilweise egal ist oder teilweise aus Unwissenheit offenbar nichts ausmacht (in den ersten 16 Wochen zumindest nicht), sich ein „Montagsmodell Irish Terrier“ in sein Leben zu holen, das nach ca. 12 Monaten so ziemlich nichts mehr von dem verspricht, was gemeinhin verbreitet wird.

 

Dieselben Käufer, die sich für einen Gebrauchsgegenstand wie eine Waschmaschine wochenlang im Internet informieren und nebenbei jeden größeren Fachmarkt für Elektrogroßgeräte aufsuchen und den dortigen schlecht bezahlten Verkäufern mit ihren spitzfindigen Fragen stundenlang auf die Nerven gehen können, haben kein Problem damit, sich einen Hund bei einer Züchterin zu kaufen, die mit ihrer Zuchthündin nichts anderes macht, als sie von einer Ausstellung zur nächsten zu schleppen und ansonsten den lieben langen Tag bei facebook irgendwelche Kinderspiele runterdaddelt, ebenso wenig wie es für sie offenbar ein merkwürdiger Umstand zu sein scheint, dass es mittlerweile auch bei den Iren Züchter gibt, auf die der Begriff „Vermehrer im VDH“ besser zutreffen würde und die aufgrund mehrere parallel liegender oder zu erwartender Würfe ihre erwachsenen Hunde nur noch in einzelnen, separaten Räumen halten, weil sie anderweitig dem auch vor Langeweile destruktiven Temperament ihrer Hunde nicht mehr Herr oder besser „Herrin“ werden, altersbedingt nicht mehr zuchtfähige Hündinnen einfach entsorgen oder kranke Hunde bei facebook ferndiagnostizieren lassen. Dass dazu zunehmend Rüden eingesetzt werden, die weder körperlich, noch geistig, noch sozial ausgereift sind und daher in Fachkreisen auch als „Kinderficker“ bezeichnet werden, trägt nun auch nicht wirklich zur Verbesserung der Rasse bei, sondern erinnert abermals eher nur noch an Geldmacherei.

 

Aber das sind ja alles nur Kleinigkeiten und so können wir uns beruhigt zurück lehnen und über „die anderen Krüppel auf Cruft`s“ weiter herziehen, bis dann vermutlich eines Tages auch der erste Ire als Karikatur seiner selbst mit Schmerzmitteln vollgestopft dort durch den Ehrenring stolpert….aber auf den ersten Blick sah er dabei ganz gut aus!

 

(Foto: dem geht es gut!)

 

 

 

 

 

Fr

01

Jan

2016

Frohes, neues Jahr!

Liebe Irish Terrier Freunde….

 

 

 

Zunächst einmal wünsche ich allen ein frohes, neues Jahr und wünsche Euch, dass all Eure Wünsche und Ziele für 2016 in Erfüllung gehen und Ihr ein gesundes und glückliches Jahr vor Euch seht!

 

Pünktlich zum 01. Januar eines jeden Jahres gibt es ja gerne Veränderungen: manche Leute glauben, sie würden aufhören zu rauchen, mehr Sport treiben und diesen ganzen Unsinn, andere nutzen die ersten Stunden des Jahres, um uns Preiserhöhungen und Gesetzesänderungen in die noch verschlafenen Köpfe zu blasen.

 

Der 01. Januar scheint also eine passende Zeit für so was zu sein – und so auch dieses Jahr hier.

 

Das letzte Jahr war alles in allem sehr turbulent: es gab insgesamt 11 Treffen/ Veranstaltungen der I.G.I.T., die uns allen sehr viel Spaß gemacht haben und die für die meisten sehr lehrreich waren. Dazu etliche Irish Terrier im Einzelunterricht, erneut gerettete Iren, die dringend ein neues Zuhause benötigten, und, und, und…

 

Wie die meisten von Euch wissen, mache ich das alles „nebenbei“, d.h.: neben meinem Hauptberuf in meiner Praxis, neben meiner Mitarbeit in unserer Hundeschule und neben meinem eigenen Hund. Alles in allem passte das sehr gut, aber es war zu viel, denn aus jedem Workshop ergab sich, dass die Anzahl der Iren hier bei uns auf dem Platz und in der Hundeschule mehr und mehr wurden.

 

Ich werde also dieses Jahr diesbezüglich deutlich kürzer treten, denn für 2016 habe ich eine Menge anderer Pläne, beruflich und privat, die es mir nicht mehr erlauben, mich in diesem Umfang für die Iren zu engagieren. Und irgendwie werde ich auch nicht jünger – ist komisch, ist aber so!

 

Es wird die I.G.I.T. weiterhin geben, aber anders organisiert: Termine werden ab diesem Jahr nur noch in der dazu gehörigen facebook-Gruppe „Daredevils“ abgestimmt und es werden deutlich weniger Workshops werden, weil es bei mir zeitlich nicht anders geht.

 

Einzelunterricht mit Iren gibt es ebenso in deutlich geringeren Umfang nur noch so, wie es meine Zeit erlaubt.

 

Hilfe für Iren, die ein neues Zuhause suchen, gibt es leider nur noch, wenn diese tatsächlich anderweitig nicht vermittelbar (massive Beißvorfälle) sind und die Halter eine gewisse Affinität zu Norddeutschland haben.

 

Ihr seht: alles halb so wild, nur weniger und die Kommunikation eben hauptsächlich über facebook (weil das einfach zentrierter ist).

 

 

 

 

 

In diesem Sinne wünsche ich allen viel Glück, Erfolg und Gesundheit für 2016!

 

Fr

02

Okt

2015

Irish on facebook

Die 11 wichtigsten Fragen eines Irish Terrier Erstbesitzers, bevorzugt in diversen facebook-Gruppen, seitdem Foren nun mal endgültig out sind.

Beim Lesen der Fragen kann einem öfter der Gedanke kommen, warum sich manche Leute nicht eher ein Stofftier oder wenigstens erst mal ein Buch gekauft haben („Der Hund an und für sich“ von Dr. Albert Kynos, Fido-Verlag…) oder warum sie nicht einfach alleine spazieren gehen…

 

1. Mein Irish Terrier Welpe ist jetzt 6 Monate alt und frisst regelmäßig meine Möbel an, was kann ich tun?

Sich erkundigen, wie lange ein Hund ein Welpe ist und dann einfach regelmäßig das Mobiliar erneuern und abwarten: das wächst sich aus!

 

2. Ist es normal, dass ein Irish Terrier mir mit 16 Wochen immer noch in die Hände hackt?

Ja, das ist völlig normal und bleibt so – nur die Löcher in den Händen werden mit der Zeit tiefer.

 

3. Mein Irish Terrier sieht jetzt mit 12 Monaten etwas struppig aus (dazu ein Foto, auf dem man einen rötlichen Hund sieht, der nicht mehr aus den Augen gucken kann, dessen „Bart“ verfilzt ist und der ansonsten auch eher einem aufgeplatzten Sofakissen ähnelt), muss er getrimmt oder geschoren werden oder ist das egal?

In dem Zustand wäre eine Ganzkörpernassrasur angebracht.

 

4. Mein Irish Terrier Welpe knurrt mich mit 12 Wochen immer total niedlich an, wenn ich ihm etwas wegnehme – wie lange geht das?

Bis eines Tages Löcher in deinen Händen sind – danach nimmst du ihm nichts mehr weg.

 

5. Mein Irish Terrier ist jetzt 18 Wochen alt und hat Stehohren, wann gehen die denn wieder nach unten?

Gar nicht, gibt ihm aber einen sehr individuellen Ausdruck und du kannst ihn Ostern überall als Hasi einsetzen.

 

6. Mein Irish Terrier ist jetzt 6 Monate alt und kann draußen nicht mehr ohne Leine laufen, weil er sonst Vögel und Kaninchen jagt. Was kann ich tun, er ist jetzt so unausgeglichen?

Kauf ihm doch ein Stallkaninchen, dann hast du das Theater in der Wohnung unter Kontrolle.

 

7. Mein Irish Terrier sieht ganz anders aus, als die auf den vielen Bildern von Ausstellungen. Wird das noch?

Nein, der bleibt so hässlich.

 

8. Mein einjähriger Irish Rüde pöbelt immer mehr andere Rüden an, sollte er besser ein Geschirr tragen?

Ja, ein Gesichtsgeschirr – aus Draht!

 

9. Wir spielen immer regelmäßig viel mit dem Bällchen, nur ist er danach immer ganz aufgeregt. Wie kommt er wieder zur Ruhe?

Weiterspielen – du spielst zu kurz, der erschöpft sich…irgendwann….in 15 Jahren.

 

10. Geht von euch noch jemand in eine Hundeschule oder bringt ihr euren Iren alles selbst bei?

Nee, wir brauchen so was nicht. Der Irish ist ja ein freundlicher Familienhund, der nur gefallen will und das klappt prima…(außer, wenn er mal sofort zu mir kommen soll, wenn ich ihn rufe oder er sein Spieli – sic! – abgeben soll oder ich an seinen Fressnapf will oder ich ihn mal für 1 Stunde alleine lasse oder er einen anderen Rüden trifft oder es regnet oder er mit anderen Hunden spielt oder wir in die Stadt gehen oder ich zu tief atme…zu flach atme….)

 

11. Wo kauft ihr eigentlich alle eure ganzen tollen Halsbänder?

Am besten da, wo sie so teuer sind, dass du den ganzen Tag so viel arbeiten musst, um keine Zeit mehr zu haben, so einen Blödsinn zu fragen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sa

11

Jul

2015

Immer diese Züchterschelte...

„Schelte bezeichnet im gehobenen Deutsch eine verbale Maßregelung, einen Tadel, ein strafendes Wort, das kaum noch Verwendung findet.

In dem heute noch gebräuchlichen juristischen Terminus „unbescholten“, frei von öffentlichem Tadel, ist der Begriff „Schelte“ jedoch noch in Gebrauch. In der Justizkritik hat die Richterschelte als zulässige Form Bedeutung. Sonst wird „Schelte“ mitunter zur ironischen Bezeichnung einer unangemessenen oder schlecht begründeten Kritik verwendet, wie beispielsweise für „Politikerschelte“ oder auch „Spielerschelte“.“ In Rassehundevereinen weit verbreitet ist dagegen die „Züchterschelte“, ein Begriff, der in der Regel immer dann von den Züchtern selbst inflationär verwendet wird, wenn diese sich einem auch nur extrem geringem Maß an sachlich-fundierter Kritik ausgesetzt sehen. Umso interessanter ist unten stehender Artikel…

 

 

„Unter Helikopter-Züchtern, auch Hubschrauber-Züchter oder als Fremdwort Helicopter Breeder (engl. helicopter breeder oder paranoid breeder), versteht man populärsprachlich überfürsorgliche Züchter, die sich (wie ein Beobachtungs-Hubschrauber) ständig in der Nähe ihrer Welpenkäufer aufhalten, um diese zu überwachen, sich in deren ureigenste Angelegenheiten einzumischen und zu behüten. Ihr Kommunikationsstil und die Gestaltung ihrer Beziehung zum Welpenkäufer ist geprägt von (zum Teil zwanghafter oder paranoider) Überbehütung und exzessiver Einmischung in die Angelegenheiten des Welpenkäufers bzw. des späteren Hundebesitzers aus Hunden ihrer Zucht.

 

 

Die Begriffe Überbehütung und Überfürsorglichkeit (englisch: overprotection) bezeichnen allgemein Verhaltensweisen von Züchtern, bei denen das Bedürfnis, ihre Welpenkäufer (und auch die von ihnen gezüchteten Hunde) zu beschützen und zu versorgen, übermäßig ausgeprägt ist. Dieselben Begriffe sind auch auf andere menschliche Beziehungen anwendbar, beispielsweise zwischen Züchterehepartnern. Der Begriff Helikopter-Züchter ist eine populäre Bezeichnung für eine moderne Form der Überbehütung; die ständige Überwachung des als unmündig erlebten Welpenkäufers durch den Züchter (englisch: overbreeding) ist eine spezielle Ausprägung von Überfürsorglichkeit. Eine andere Art von Überbehütung ist die Verwöhnung, die im Gegensatz zum Verhalten von Helikopter-Züchtern nicht mit übermäßiger Kontrolle verbunden sein muss. Verwöhnung besteht darin, dem Welpenkäufer Belastungen, Anstrengungen und eigenes Denken zu ersparen und ihm möglichst viele Wünsche zu erfüllen.

Die Hubschrauber-Metapher wurde bereits 2010 vom israelischen Psychologen H. G. G. in seinem Werk „Between Breeder & Puppy Owner“ verwendet, der einen Irish Terrier Besitzer zitiert: „My breeder hovers over me like a helicopter“.

Der dänische Psychologe B. H. prägte 2008 die Sport-Metapher Curling-Züchter bzw. Curling-Hundehalter. Wie beim Wischen im Curling würden die Züchter jegliches Hindernis und alle denkbaren Reibungsmöglichkeiten aus dem Weg des Welpenkäufers schaffen, so dass er nicht lernt, Widerstände eigenständig zu überwinden.

 

Die US-amerikanische Psychotherapeutin W. M. beschrieb im Jahr 2001, wie sie in ihrer Praxis moderne Züchter von umsorgten Mittelschichtwelpenkäufern erlebt: „Von außen betrachtet, wirkt ihr Zusammenleben perfekt. Die Züchter besuchen jede neue Entwicklungsstufe des ehemaligen Welpen und jede von ihnen initiierte Ausstellung ihrer Welpenkäufer. [...] Sie kennen alle Freunde ihrer Welpenkäufer und überprüfen dies ständig in den sozialen Netzwerken. Wenn beispielsweise Ausstellungsergebnisse abfallen, organisieren sie Trimmhilfe und Ringtraining bis hin zu OP-Terminen zur Korrektur falsch getragener Ohren des Hundes.“ Nach M. hat dieses overbreeding schwerwiegende Verhaltensprobleme bei Hundehalter und Hund zur Folge. Zudem üben solche Züchter massiven Selbstdarstellungsdruck aus. Ausstellungsbewertungen und aktives Blödsinnreden in entsprechenden Gruppen der sozialen Netzwerke würden als wichtiges Züchtererzeugnis interpretiert werden. Als Ausweg beschreibt M. die Erziehung zu emotionaler Stabilität, Widerstandsfähigkeit und Selbstständigkeit, orientiert an einem traditionellen Wertekanon. Sie befürwortet Eigenständigkeit der Welpenkäufer, deren Loslösung vom Züchterhaushalt und auch insbesondere das selbständige Denken und Informieren der Welpenkäufer und empfiehlt aber gleichzeitig mehr Zurückhaltung des Züchters und ein Kümmern um seine eigenen Belange.

Wie M. ausgeführt hat, liegt die Problematik dieses Verhaltens nicht nur darin, dass betroffene Züchter Risiken, die ihren Welpenkäufern drohen (sachliche Information zu Hundeverhalten und Erziehung, Austausch mit Nicht-Züchtern und anderen Irish Terrier Besitzern), systematisch falsch einschätzen. M. kritisiert, dass diese Züchter sich ‒ obwohl sie manchmal intelligent, einfühlsam und immer äußerst engagiert sind ‒ in ihrer Beziehungsarbeit zum Welpenbesitzer weitgehend auf ein Mikromanagement der wechselnden Stimmungen des Gegenübers beschränken und darüber das große Ganze, nämlich das Wohl der Rasse, aus dem Blick verlieren.

 

Psychologische Hintergründe

Zunächst wurde die Diskussion durch den Psychiater M. W. aufgenommen. So schrieb er in seinem Werk „Warum unsere Züchter Tyrannen werden“, dass sich immer mehr Irish Terrier Besitzer in Psychotherapie befänden. Sie seien Opfer von engagierten, nur teilweise beziehungsfähigen Züchtern, die alles für ihren Nachwuchs getan hätten. W. sieht das Problem darin, dass es den Züchtern an Orientierung und Anerkennung sowie fundiertem Fachwissen mangele, so dass sich ihnen der Welpenkäufer zur Kompensation anbiete. W. plädiert für die Wiederherstellung einer „natürlichen Eigenständigkeit“ zwischen Züchter und Welpenkäufer.

Der Reformpädagoge W. B. meint, dass Welpenkäufer von Helikopterzüchtern in aller Regel unglücklich seien und dieselben Verhaltensprobleme wie vernachlässigte Hundebesitzer zeigten. Gerade Ersthundekäufer müssen sich laut B. in einem möglichst geordneten Umfeld zurechtfinden und diese äußeren Ordnungen verinnerlichen können. Sie wollen sich in den Eigenarten, Gesten, Blicken, Stimmen ihrer Züchter „spiegeln“, um sich so weiter zu entwickeln. Das Gefühl, dass sich die Züchterin permanent um sie dreht, raube ihnen dieses Gegenüber. Anders als W. empfiehlt B. mehr Disziplin und Gehorsam bei den Züchtern und mitunter einen Kontaktabbruch durch den Welpenkäufer, wenn der Züchter nicht zu angemessener Distanz in der Lage ist und den Welpenkäufer ständig für minderbemittelt hält.

Der dänische Psychotherapeut J. J. hält die Schäden durch Überbehütung sogar für schlimmer als die Folgen von Verwahrlosung, Ignoranz und Desinteresse des Züchters. Der Hintergrund von Überbehütung sei ein Narzissmus des Züchters: Sie wollten glückliche und erfolgreiche Welpenkäufer haben, um sich selbst als kompetent erleben zu können.

 

Überbehütung von erwachsenen Welpenkäufern

Der Erziehungswissenschaftler A. W. warnt vor zu viel Einmischung insbesondere bei erwachsenen Hundebesitzern: „Helicopter Züchter verlängern die Abhängigkeitsphase und fördern nicht die Selbstständigkeit.“ Der Psychoanalytiker und Verhaltenstherapeut J. A. nannte als Folgen eines möglichen Ablösungskonfliktes: „Depressionen, Verweigerungshaltungen und der Griff zu Drogen“. Natürlich sei es wünschenswert, dass sich Züchter für ihre Welpenkäufer interessierten und diese auch förderten; spätestens mit Beginn der Erziehung des Hundes sollten sie aber loslassen.

Der Erziehungswissenschaftler A. W. hat die Erfahrung gemacht, dass manche Züchter aus der Mittel- und Oberschicht nicht nur in der Welpenschule, sondern auch bei künftigen Erziehungsbemühungen stets mitmischen: „ Viele, gerade weibliche Züchter haben heute einfach zu viel Zeit für ihr ,Projekt Welpenkäufer‘. Und wenn Züchter erst mal Jahre lang ihre Verwöhn-Strategie verfestigt haben, können sie nicht plötzlich aufhören, nur weil  der Welpenkäufer mit dem von ihnen gezüchteten Hund nun eigene Wege gehen.“

 

Soziologische Faktoren

Unter dem Titel „Helikopter-Züchter“ publizierte der Kynopädagoge J. K. im August 2013 eine Streitschrift zum Thema. Süddeutsche.de bewertet das Buch als „kraftvolle Klage über die Mischung aus verkrampfter Frühförderung und nachgiebiger Verwöhnung, die sich seit einiger Zeit in Züchterhaushalten breitmacht“, und zitiert K.: „Dieselben Welpenkäufer, die man durch übergriffige Forderungen gern dressiert, schont man auf der anderen Seite im Übermaß.“ K. schätzt den Anteil solcher Züchter auf siebzig bis achtzig Prozent. Er warnt davor, dass immer mehr Welpenkäufer in der „Gluckenfalle“ landen. Die Folgen seien eine zunehmende Unselbstständigkeit und eine „Hilflosigkeit gepaart mit hohen Ansprüchen“.“

 

Also: immer schön Augen auf beim Welpenkauf!

So

12

Apr

2015

Jetzt müssen wir mal alle an einem Strang ziehen...

…wenn es um die aktuelle CU-Forschung geht, die nun endlich in absehbarer Zeit einen entsprechenden Genmarker-Test hervorbringen könnte. Nur stiftet die momentane Informationslage hier bei vielen IT-Besitzern wohl eher Verwirrung, weil vermutlich teilweise wohl an einem Strang, aber leider in verschiedene Richtungen gezogen wird.

Aus diesem Grund nun an dieser Stelle eine grobe Übersicht, was nach unseren Recherchen und Informationen aktuell Sinn macht, wenn man sich mit seinem Irish Terrier an der aktuellen Forschung beteiligen möchte.

Fakt ist nun definitiv, dass sowohl an der Uni Bern von Prof. Leeb, als auch an der TiHo Hannover von Professor Distl ein Forschungsprogramm zur CU beim Irish Terrier ins Leben gerufen wurde, bedauerlicherweise ist es jedoch Herrn Prof. Leeb bis jetzt aus unserer Sicht nicht gelungen, hier eine halbwegs transparente und vor allem nachvollziehbare Informationslage zu schaffen, was für Prof. Distl ganz klar kein Problem darstellt und hier ausführlich und fundiert auf Fragen geantwortet wird.

Und Fragen müssen nach dem 10 jährigen Forschungs-Desaster von Prof. Giger in den USA, das bis heute keinerlei Ergebnis erbrachte, einfach erlaubt sein, denn kein IT-Besitzer ist allmählich mehr Willens, erneut Zeit, Geld und Nerven für einen Probenversand zu investieren, der dann erneut aus mannigfaltigen Gründen ins Leere läuft, während sich die CU innerhalb der Rasse munter weiter verbreitet.

Nach unseren eingehenden Recherchen und ausführlichen Gesprächen sowohl mit den Forschern, als auch Tierärzten, Mitarbeitern und weiteren „neutralen“ Wissenschaftlern sowohl hinsichtlich des Forschungsprojekts in Bern, als auch hinsichtlich des Projekts bei Prof. Distl in Hannover gibt es leider zu viele Unklarheiten derzeit zu Ungunsten der Uni Bern:

-          so wurde dort zunächst von einer Zusammenarbeit zwischen Distl, Leeb und Giger berichtet, die zwischenzeitlich mehrfach revidiert und abgeändert wurde, so dass nach heutiger Informationslage lediglich eine Zusammenarbeit zwischen Distl und Leeb erklärt wurde, hier jedoch mit dem Zusatz, „die genetische Forschung werde in Bern stattfinden“ – hier sei die Frage erlaubt, was aus Sicht der Uni Bern dann in Hannover geschieht: die Zählung roter Blutkörperchen in den Proben? Ferner wäre es hilfreich, wenn Prof. Leeb seinen Entscheidungsprozess, wie er nun mit wem zusammen arbeitet, allmählich abschließen würde, um hier Klarheit zu schaffen.

-          es werden in Bern angeblich „einige“ Proben von Prof. Giger genutzt: welche? Woher stammen diese? Nun doch eine Zusammenarbeit? Zumindest wird es als Information auf der Internetseite der Uni Bern so weiterhin behauptet, in persönlichen Nachfragen verstrickt man sich hier nun allerdings in Widersprüche!

-          Auf dem mit der Blutprobe einzureichenden Formular der Uni Bern erklärt der Einsender (IT-Halter) sich lediglich damit einverstanden, dass die Probe „für genetische Forschungszwecke verwendet wird“ – hier wird nicht festgelegt, für welche Forschungszwecke und da auch nach schweizerischem Recht eine solche Unterschrift Rechtsgültigkeit hat, kann so mit den Blutproben alles Mögliche gemacht werden, aber eine Zusage, dass diese für die CU-Forschung verwendet werden, besteht hier nicht!

-          Die Frage der Finanzierung des Projekts in Bern scheint bis heute unbeantwortet, zumindest bekommt man darauf keine Antwort.

-          Der Blutprobenversand in die Schweiz als Drittland gestaltet sich trotz des zur Verfügung gestellten Formulars auf der Seite des Fördervereins als wenig zielführend: der schweizerische Zoll akzeptiert diese Bescheinigung nur selten, die Proben werden beim Zoll teilweise vernichtet, an manche Einsender ergeht eine entsprechende Mitteilung, an andere nicht. Diese Proben sind damit unwiederbringlich verloren.

 

Ferner ist die in diesem Gesamtzusammenhang stets umhergeisternde Aussage „Bern forscht an der CU Irish Terrier, Hannover am Krohmfohrländer und quasi nur nebenbei am IT“ als unrichtig zu betrachten: Prof. Distl forscht parallel an beiden Rassen!

 

Doch wie steht es nun um die Transparenz der TiHo Hannover und Prof. Distl?

 

-          Sowohl Prof. Distl selbst, als auch seine fest angestellte Mitarbeiterin (keine Doktorandin – auch das hatten wir schon einmal.) beantworten Fragen zuverlässig, zeitnah und nachvollziehbar.

-          Auf dem der Blutprobe beizufügendem Formular erklärt der Halter eindeutig sein Einverständnis, dass die Probe für die CU-Forschung verwendet wird und nicht für „irgendetwas“. Ferner wird hier klar differenziert nach Rassen, was klar aussagt, dass das Projekt sowohl Krohmfohrländer, als auch Irish Terrier betrifft.

-          Es gibt klare Informationen über den derzeitigen Stand der Forschung und die nun geplante Vorgehensweise.

-          Es gibt ferner nachvollziehbare Aussagen zur Finanzierung des Forschungsprojekts, den bereits vorhandenen Probenmengen, deren Verwendung bzw. Einlagerung.

-          Der Versand der Blutproben innerhalb Deutschlands ist unproblematisch und kann von jedem Halter gemäß der Angaben auf dem Informationsblatt selbst und einfach per Post bewerkstelligt werden.

-          Bemerkenswerterweise wird in Hannover offenbar genauer hingeschaut: COLA-Ergebnisse (insbes. im Verlauf!) sind ausdrücklich als Zusatzinformation erwünscht!

 

Und damit schließt sich der Kreis zunächst: jeder möge selbst entscheiden, wo er seine Blutprobe hinschickt, aber genaues Hinsehen lohnt auch hier wieder und nur an einem Strang ziehen nützt m.E. so lange nichts, so lange der Strang in keine erkennbare Richtung führt! Hier ist selbst denken gefragt! Und wem etwas unklar ist, der fragt einfach!

 

So

18

Jan

2015

Wir stecken nicht den Kopf in den Sand - wir gehen den Dingen auf den Grund!

Bei der Irish Revealing Online Investigation Company ( I.R.ON.I.C.) sind erneut Meldungen grotesker Absurditäten aus der Welt der Irish Terrier eingetroffen, die mal wieder zu einer ausgelassenen Heiterkeit quer durch die Republik führen.

 

Mitteldeutschland: nachdem vor einem knappen Jahr einige Züchter und insbesondere unbedarfte Privathundehalter mit Freude zur Kenntnis nahmen, dass es nun seit April 2014 einen zuverlässigen Genmarker-Test auf Hyperkeratose beim IT gibt, zeigen ungetestete Hunde einiger weniger Züchter nun wohl zweifelsfrei, dass es Hyperkeratose schon „seit 15 Jahren nicht mehr gibt“; die noch zu klärende Frage wäre dann allerdings, anhand welcher Proben das renommierte Institut Antagene diesen Gentest entwickelt hat. ++ NRW: eine Züchterin, der es kürzlich gelang, den Geburtszeitpunkt so weit zu verschlafen, dass ihre Zuchthündin fast verstorben wäre, plädiert nun für das Modell der freien Hundevermietung; in diesem Fall würde die Redaktion dieses Vorhaben durchaus unterstützen: ein Besitz der Hunde nur noch auf dem Papier sollte hier aus mannigfaltigen Gründen ausreichen und die Vermietung der Hunde an fachkundige Personen erfolgen. ++ Hessen und NRW: aus zuverlässiger Quelle haben wir bereits jetzt schon erfahren, dass auf der im März geplanten Züchterversammlung ein weitreichender Antrag zur „Modifikation des Deckaktes“ gestellt werden soll: Deckrüden ist ab 01.08.2015 ein maximal 2 Meter X 1,50 Meter großer Deckteppich (hochflorig) zur Verfügung zu stellen, der ausschließlich dem Zweck der Verpaarung dienen wird. Der Rüde ist zuvor mit geeigneten, non-aversiven Trainingsmethoden auf diesen Teppich zu konditionieren und der Besitzer sollte dafür Sorge tragen, dass der Rüde sich konsequent weigert eine Hündin zu decken, die nicht auf diesem Teppich steht. Sollten diese Maßnahmen zur Vermeidung der ansonsten oft fast tödlich verlaufenden Deckakte beim Irish Terrier nicht ausreichen, sind zukünftig weitere Maßnahmen geplant. Angedacht sind hier Methoden aus der Rinderzucht, bei denen die Hündin in eine Besamungsbox gepfercht wird, um so zuverlässig Bißverletzungen für den Rüden zu verhindern. ++ Schleswig-Holstein: Nachdem eine dortige Züchterin sich zunächst nach dem Tod der ehrenwerten Züchterkollegin Helga R.-L., schleunigst ein neues Feindbild basteln musste und dies mit der ominösen Bezeichnung „Frau G.“ erfolglos in Umlauf brachte, scheiterte dieser erneute Diffamierungsversuch leider daran, dass der Initiatorin erneut niemand folgen konnte, da die Anzahl der tatsächlich vorhandenen „Frau G.`s“ einfach zu hoch war. Darüber hinaus hielt das neue Feindbild auch ansonsten sämtlichen Materialprüfungen nicht stand, da es – wie bereits mehrfach in der Vergangenheit – wieder aus einer fäkalienähnlichen, weichen Masse konstruiert wurde. ++ Schleswig-Holstein (2): einer dortigen Züchterin, die bereits vielfach dadurch von sich Reden gemacht hat, dass sie statt ordentliche Hunde zu züchten, ihre leicht paranoid anmutenden Verschwörungstheorien in öffentlichen Foren in Form von Selbstgesprächen verbreitet, ist nun der endgültige Durchbruch gelungen: seit Mitte Januar kann sie durch Foreneinträge Einfluss auf das landesweite Wetter nehmen, hier insbesondere das Ende längerer Regenphasen einläuten. Wir sind tief beeindruckt! ++ Eilmeldung!!! BRD: in dem derzeit in Planung befindlichen neuen Irish Terrier Klub ist nun in der Satzung (§§ 4, 5, Abs. 3.2) endgültig verankert, dass der jeweils erste Rüde eines jeden V-Wurfs den Namen „Viithor“ tragen wird. Aus rein nostalgischen und historischen Gründen. ++ Die Redaktion erklärt sich darüber hinaus aus aktuellem Anlass solidarisch: „Je suis Charlie“? Nein, wir sind nicht Charlie, aber gehen hier konform mit Tucholsky: „Was darf Sartire? Alles.“ Nur eins nicht: keine Ideale haben.

 

In diesem Sinne: bis zum nächsten Mal!

 

 

 

 

 

So

09

Nov

2014

Fieber 2 - Realsartire aus Absurdistan

 

Hatte ich zunächst noch geglaubt, nun sei mal gut mit der Verbreitung abstruser Behauptungen in öffentlichen Foren, wurde ich durch viele Zuschriften nach der Veröffentlichung der aberwitzigen „Fiebererkenntnisse“ hier im Blog eines Besseren belehrt. Das ist so herrlich, dass es inhaltlich keines weiteren Kommentars bedarf!

Nachdem sich also der ein oder die andere Züchter/in öffentlich komplett entblödet hatte, ging es „hinterrücks“ noch etwas weiter, weil sich doch völlig zu Recht ein versierter IT-Besitzer ebenfalls über die züchterischen Fieberkenntnisse gewundert hatte.

 

Hundehalter: „Nach dem unter dem Thema „Schilddrüse und trinken“ die Frage der Körpertemperatur „beratschlagt“ wurde, möchte ich aus der Sachkunde zur Begleithundeprüfung zitieren:
Normale Temperatur des Hundes
[ ] 37 – 37,5°C
[x] 38 – 39°C
[ ] 39,5 – 41°C

Richtig ist die mittlere Angabe, wie man sieht!
Beteiligt sich denn kaum noch jemand mit Sachwissen in diesem Forum, oder wie ist zu erklären, dass der Rat, dass bei 38,5°C Körpertemperatur von Fieber auszugehen ist, unkommentiert stehen bleibt?“

 

Züchterin 1: „tja... Solche Bögen können eben auch falsch/ halbrichtig sein! Ich messe seit 25 Jahren Temperatur meiner Hunde selbst ( u.a. weil man daran sehen kann, wann eine Geburt beginnt, mache ich das ab dem 58.Tag einer Trächtigkeit mehrmals täglich bei der betreffenden Hündin bzw. nach dem Werfen auch um eventuelle Entzündungen rasch zu erkennen) und ich kann Ihnen versichern, dass die Normaltemperatur aller meiner bisherigen Hunde zwischen 37,0 und 38,0 Grad lag/liegt. Es gibt sicherlich auch Hunde, die eine etwas höhere Normaltemperatur im Ruhezustand haben, trotzdem würde ich ab 38,5 Grad anfangen, skeptisch zu werden - falls der Hund sich nicht gerade körperlich betätigt hat oder eine Hündin in den ersten Tagen nach der Geburt ist, wo deutlich höhere Temperaturen durch die hormonellen Einflüsse bzw. die Laktationsphase der Fall sind.“

 

Hundehalter (bleibt netterweise am Ball und kennt sich offenbar als Einziger mit physiologischen Fakten sehr gut aus!):

„Hallo Frau S.,
ich wollte meine Verwunderung, dass diese Angabe zur Körpertemperatur unkommentiert blieb, nicht im öffentlichen Teil des Forums äußern.
Aber der Fragenkatalog zur theoretischen Sachkundeprüfung steht da nicht allein mit seiner „Behauptung“.
Zitat:
Wichtig
Bei Hunden liegt die normale Körpertemperatur zwischen 38 und 39°C
Quelle: Dr. Helga Eichenberg (Hrsg.): Hundezucht; Kosmos-Verlag, Stuttgart 2006 (empfohlen vom VDH) Seite128
Aber zum Beispiel auch in
Sabine Winkler (Hrsg.): Kosmos Handbuch Hund, Stuttgart 2006, auf Seite 258
steht:
Normalwerte beim Hund im Ruhezustand [...], Körpertemperatur in °Celsius 37,8-39.
Vielleicht sollten Sie Ihr Thermometer mal überprüfen, wenn Sie ständig so niedrige Werte messen.
Grüße…“

 

Nun Antwort Züchterin 2, die gleichzeitig ein interessantes Beispiel für gelungene Rechtschreibung und Interpunktion ist: „Ich habe bei meinen 3 Hündinnen selben Erfahrungen gemacht wie – hier der Name von Züchterin 1 – (und nein wir nehmen nicht den selben Thermometer für unsere Hunde ). Vielleicht ist dies Rasse bedingt aber ich denke auch das man nur 100% sicher sagen kann das ein Hund schon erhöhte Temperatur hat wenn man seinen Ausgangswert weiß. Bei 38,5 °C werde ich auch vorsichtig und lasse den Hund nicht aus dem Auge.

Viele Grüße…“

 

Züchterin 1 erklärt darauf hin nun ihren fachkundigen Gebrauch des Fieberthermometers innerhalb der letzten 25 Jahre:

„Es war in dieser Zeit nicht EIN Thermometer in Gebrauch, es waren eine ganze Menge hintereinander: ganz früher noch "herkömmliche", später dann Digitalthermometer unterschiedlicher Hersteller.

@ (Züchterin2): Mein Tierarzt hat auch 38,5 Grad als " Ich-werde-aufmerksam-Schwelle" - auch bei anderen Hunden.
Einen schönen Tag
wünscht….“

 

Züchterin 3 holt nun zu einem ihrer von uns hoch geschätzten, völlig kontextfreien Einwürfe aus:

„Hallo,
wenn man bei 38,5 aufmerksam wird, ist das bestimmt kein Fehler. Ich werde ab 39 Grad, tja, nervös ist das falsche Wort, aber ich bin gewarnt!
Das Thema wurde ganz woanders losgetreten, ich habe den Beitrag im Blog von S. H. gelesen und kenne mindestens eine Züchterin, die ihre Welpen im Keller aufzieht, aber ich dachte immer, die Beiden wären befreundet!
Bleiben wir also ganz ruhig und warten ab, was da so kommt.
Viele Grüße…“

 

Hundehalter macht darauf hin einen vollkommen folgerichtigen Einwurf:

„Hallo,
mir geht es gerade darum sachlich zu bleiben und polemische Beiträge anderen zu überlassen.
Ich habe nun doch mal zum Thermometer gegriffen und bei meinem IT-Rüden (4 Jahre und anscheinend gesund) die Temperatur im „Ruhezustand“ rektal gemessen: 38,1°C.

Zitiert Züchterin 1 ... alles über 38,5 Grad ist Fieber.

Das wäre dann ja 0,4° vor Fieber, also schon erhöhte Temperatur ?“

 

…worauf Züchterin 3 nun doch zum Thema zurückfindet:

„Das wäre dann VOR Fieber.
Viele Grüße…“

 

 

Ich fasse noch mal kurz zusammen: Es gibt einzelne Irish Terrier-Züchterinnen, die offenkundlich partout an völlig unsinnigen Behauptungen, egal, wie falsch sie sind, festhalten. Es gibt Züchterinnen, die vermutlich noch nie eine IPO-Prüfung mit einem Hund abgelegt haben, aber dennoch wissen, was für falsche Behauptungen in den Prüfungsbögen stehen – es ist auch wirklich schon fast eine Unverschämtheit, dass in der IPO die Besonderheiten des IT`s, insbesondere seine Körpertemperatur, nicht berücksichtigt werden!

Es gibt Züchterinnen, die ihren Hund, wenn dieser eine Körpertemperatur von 38,5 ° aufweist, nicht mehr aus dem Auge lassen – interessante 24-Stunden- Aufgabe, dafür muss man viel Zeit haben. Es gibt Züchterinnen, die ihre Hunde von Tierärzten behandeln lassen, die das Phänomen der „Ich-werde-aufmerksam-Schwelle“ diagnostizieren und wo der Tierarzt selbst 38,5 Grad „hat“. Es gibt Züchterinnen, die offenbar einen bis dato unbekannten Zusammenhang zwischen Kelleraufzuchten und Fieber kennen. Hundehalter können oftmals sehr sachlich und fundiert argumentieren. Es gibt Züchter, die bei ihren Hunden Zustände VOR, NACH und WÄHREND Fieber erkennen!

 

Aus dieser Zusammenfassung ergeben sich einige Fragen, die vermutlich für immer unbeantwortet bleiben:

Was hat Fiebermessen bei einer trächtigen Hündin mit der Körpertemperatur eines erkrankten Hundes zu tun?

Führt eine Veränderung der Körpertemperatur beim IT zwangsläufig zu einer Geburt, wenn dies im Zusammenhang mit einer möglichen Schilddrüsenerkrankung einhergeht und betrifft dies dann Rüden und Hündinnen gleichermaßen?

Wäre es für einige Züchterinnen nicht besser, noch weitere 25 Jahre Fieber zu messen, mit unterschiedlichen Thermometern, anstatt Hunde zu züchten?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Qualität einer Hundezucht und der Rechtschreibung der Züchterin?

Sollte man nicht prinzipiell alle Hunde mit einer normalen Körpertemperatur niemals aus den Augen lassen?

Ist es möglicherweise tierschutzrelevant, wenn eine Züchterin „eine ganze Menge Thermometer hintereinander“ benutzt? Am selben Hund? Am selben Tag?

Und wer ist nun laut Aussage von Züchterin 3 mit dem Keller befreundet: die Züchterin selbst oder die Welpen?

Als wie bedenklich ist es einzustufen, wenn eine Züchterin „mindestens eine“ weitere Züchterin kennt, die ihre IT-Welpen im Keller aufzieht?

Wie viele weitere IT-Zuchten, die im Keller ohne Umweltreize aufwachsen, gibt es mittlerweile wirklich? Und haben die nun alle Fieber? Und wenn ja: in welcher Höhe? Und sollte man sie nicht besser ständig im Auge behalten?

Aber wen genau? Die Züchter oder die Hunde????

 

Da kann ich nur erleichtert aufatmen und mich darüber freuen, dass ich mit diesen Züchterinnen nicht befreundet bin, auch nicht mit anderen Züchterinnen, die ihre Welpen reizarm im Keller aufziehen, statt dessen einige sehr gute Züchter kenne, die sich wirklich um die wichtigen Belange der Hunde kümmern und nebenbei auch die Körpertemperatur eines Hundes richtig messen und einschätzen können.

 

Im nächsten Artikel erscheint dann eine kleine Zusammenfassung weiterer amüsanter Aussagen mit der Überschrift „Mein Züchter hat gesagt…“

 

 

 

 

 

Sa

01

Nov

2014

Man kommt aus dem Staunen nicht raus...!

Dass Irish Terrier etwas ganz Besonderes sind, ist nun insbesondere aus der Sicht so manch eines Züchters nichts Neues: außen Gold, innen Gold, Feenstaub – alles dabei, was glänzt. Familien- und Kinderfreundlichkeit sei angeborene, schon nahezu genetisch determinierte Charaktereigenschaft, auch bei Hunden, die in ihrer Sozialisation beim Züchter nur einen einsamen Kellerraum ihr Eigen nennen durften oder nie Kontakt zu Menschen außer einer futterverteilenden Nanny hatten (dass es dann Irish Terrier darunter gibt, die kurze Zeit später nicht davor zurück schrecken, ohne weitere Vorwarnung auch Kindern ins Gesicht zu beissen, lassen besagte „Züchter“ dann doch lieber unter den Tisch fallen – war bestimmt ein Halterfehler!). Hier darf man derzeit gespannt sein, was die neue „Betonaufzucht“ im weiteren Verlauf noch nach sich ziehen wird: gepflasterter Hof mit Betonringen – diese zwar mit sicherlich welpenunschädlicher Farbe grell bemalt, aber das ändert ja nun nichts am Gesamteindruck! Vielleicht wird das eine neue Form der Prägung für Hunde, die später in Plattenbauten aufwachsen sollen…wer weiß das schon!?

Nun sind das alles Dinge, über die man sich bekanntlich streiten kann, da Hundeverhalten heutzutage ja meist eine Interpretationsfrage und nicht eine Frage von fundiertem kynologischem Wissen ist.

Dummerweise gibt es allerdings andere Dinge, die nun mal einfach Fakt sind und die sich auch ein Züchter mit etwas Willen zur Fortbildung auf einfache Art aneignen könnte: wo beispielsweise beginnt und endet beim Hund ein Rücken? Das könnte man auch einen örtlichen Tierarzt fragen. Nicht so der ein oder andere Irish Terrier Züchter: dort beginnt der im Standard geforderte „gerade Rücken“ nämlich vermutlich demnächst unmittelbar hinter den Ohren und endet an der Rutenspitze! Dass so ein irish-typischer Bewegungsablauf anatomisch völlig unmöglich wäre, kommt vermutlich den Leuten entgegen, die mit ihrem aktiven Hund den ganzen Tag aktiv auf dem Sessel rumpupsen – praktisch das!

Aber auch hier könnte man noch behaupten, das liege alles im Auge des Betrachters: so ein Irish Terrier Rücken lässt sich halt nicht immer einfach mit der Wasserwaage vermessen und da kann es schon zu Irritationen kommen.

Wo es dann allerdings endgültig absurd wird ist, wenn zwei Züchter in einem öffentlichen Forum folgendes behaupten: 16.Oktober 2014, 13:00 „Über 38,5 Grad wäre erhöhte Temperatur und würde auf eine Entzündung hindeuten.“ Und als Nachschlag genau 31 Minuten später: „Basaltemperatur feststellen, alles über 38,5 Grad ist Fieber.“

Fieber beim Hund ist dummerweise nicht Ansichtssache, da gibt es sehr klare Vorgaben, die folgendermaßen lauten:

Normale Kerntemperaturbereiche: Hund: 37,5 - 39,0°C, Welpen bis 39,5°C

Basaltemperatur ist dabei die Körpertemperatur direkt morgens nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen…da kann man doch für die Messung beim Hund einfach nur viel Spaß und ein schnelles Reaktionsvermögen wünschen. Davon ab macht das Messen der Kerntemperatur (im Popo!) insgesamt mehr Sinn, da das Messen unter den Achselhöhlen beim Hund nicht nur kompliziert, sondern auch etwas ungenau ist.

Wie dem auch sei: zumindest sorgen solche Forenbeiträge bei einer großen Menge Leser für lang anhaltendes Lachen, fallen dann galant auf die jeweiligen Schreiber zurück und lassen auch keine Fragen mehr offen, wenn es um wirklich komplexe Themen wie die CU oder CF beim Irish Terrier geht….da fragt man dann doch besser andere Leute, die die Grundkenntnisse in Anatomie und Physiologie beim

Hund beherrschen!

So

04

Mai

2014

Ja isses denn...?

Bei der Irish Revealing Online Investigation Company ( I.R.ON.I.C.) sind erneut Meldungen grotesker Absurditäten aus der Welt der Irish Terrier eingetroffen, die erneut zu einer ausgelassenen Heiterkeit quer durch die Republik führen.

 

Das Schönste zuerst: seit April ist nun endlich der Gen-Test auf die Hyperkeratose („Corny Feet“) beim Irish Terrier über Antagene, Frankreich verfügbar (s. Link unter „News“) und führt auch direkt zu absonderlichen Umgangsformen.

Rheinland: der Durchführung des Tests wird auf der Seite einer Züchterin direkt eine kleine Kindermalerei gewidmet, mit der Überschrift „Wir sind CF-Träger-frei“. Hier scheint etwas missverstanden worden zu sein: der Test sollte nur bei Hunden durchgeführt werden, nicht bei den Züchtern selbst! Inwieweit diese plakative Veröffentlichung von anderen Missständen ablenken möge, werden wir in Kürze hier veröffentlichen. ++ Dortmund: Sitz des derzeitigen offiziellen Informationszentrum für sämtliche Belange der Irish Terrier: nachdem hier die Rehabilitation eines allseits bekannten Deckrüden hinsichtlich dessen Vererbung von CU gründlich misslang, scheint der Cheftinformant in tiefes Schweigen gefallen zu sein. Zuverlässige Quellen sprechen bereits von Totenstarre. So wird von dieser Seite nun seit Monaten eine adäquate Information zum o.g. CF-Test verweigert, Fragen werde überhaupt nicht mehr beantwortet oder mit enormer Zeitverzögerung auf außergewöhnlichen oder auch außerordentlich (aussagelos) en Mitgliederversammlungen orientierungslos verbreitet. ++ Rheinland-Pfalz: hier scheint der Einsatz von Deckrüden ohne Zuchtzulassung nun endlich Einzug zu erhalten und so kann sich so manch eine Züchterin nun endlich ganz frei entfalten, indem auf Deckrüden mit unklarem Wohnsitz zurück gegriffen wird und damit die genetische Vielfalt endgültig sicher gestellt ist. ++ Saarland: das Außerkraftsetzen des Tierschutzgesetzes (§ 6, Abs.1) und der Ausstellungsordnung des KfT (§ 5,a) wurde hier nun für einen bisherigen Einzelfall ebenfalls etabliert und für einen Rüden vermutlich eine bundesweit einzigartige Ausnahmegenehmigung für das Anpreisen eines kupierten Hundes erwirkt. Wir freuen uns darüber, dass nun auch hier ein Weg gefunden wurde, mittels herausragender Ausstellungserfolge von katastrophalen Haltungsbedingungen abzulenken. Weiter so! ++ Ostdeutschland: neue Erkenntnisse in der Sozialisation von Irish Terrierwelpen! Mittels starker Überfütterung und dem besonders frühen Anlegen übergroßer Halsbänder sollen angeblich Effekte der Deprivationsaufzucht ausgeglichen werden können. Weitere Studien stehen aus. ++ NRW (2): der Selbstversuch in einer hiesigen Zuchtstätte im Rheinland hat ergeben: verpaart man zwei Elterntiere mit chirurgisch manipulierten Ohren (mit so genannter „Bügelfalte“), erhält man mit großer Sicherheit Stehohren. Dies erscheint ein besonders interessanter Ansatz für Welpenkäufer, die sich noch nicht eindeutig für einen Irish Terrier und einem canidem Osterhasen entscheiden können. ++ BRD: „Mackenhunde“. Wir bitten um Verständnis, dass wir dafür demnächst eine eigene Rubrik der neuesten Verhaltensauffälligkeiten bei Irish Terriern durch schlechte Sozialisation einrichten, da die Meldungen den hiesigen Rahmen nun wirklich sprengen. Zuchtstätten, die hier besonders erfolgreich arbeiten, können über das Kontaktformular erfragt werden.

So

02

Mär

2014

And now: the News!!

 

Nach Mitteilung der neu gegründeten Irish Revealing Online Investigation Company (kurz: I.R.ON.I.C.), die mit sofortiger Wirkung als zentrales Presseorgan aufgefasst werden kann, unterrichten wir Sie an dieser Stelle fortlaufend über aktuelle Meldungen aus der Irish Terrier- Gemeinde.

Unsere zahlreichen Mitarbeiter sind mittlerweile bundesweit unterwegs und verfügen stets über brandneue Informationen zu neuesten Entwicklungen und Begebenheiten.

Aufgrund der nahezu nicht überschaubaren Menge an einkommenden Meldungen werden diese lediglich in Kurzform veröffentlicht. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an die Redaktion unter dem bekannten Kontaktformular.

 

Norddeutschland: Im Norden der Republik soll eine Züchterin ihre Hunde nebst Welpen mit tierschutzrelevantem Dosenfutter ernähren, das zudem zur Sicherstellung der Zerstörung sämtlicher Inhaltsstoffe in einer Microwelle erhitzt werde. Unsere Recherchen haben allerdings ergeben, dass diese Dame gar keine Microwelle besitzt  ++ NRW: es wird dringend vor dem Welpenverkauf an Ersthundebesitzer nach Niedersachsen gewarnt. Aufgrund des dort eingeführten Hundegesetzes, bei dem auch Irish Terrier angeblich „Sitz, Platz, Steh“ können müssen, scheitern die neuen Besitzer durchgängig beim Bestehen der praktischen Prüfung, was zur Folge hat, dass die Hunde im Alter von 2 Jahren auf dem Schwarzmarkt an Rumänen verkauft werden. Unklar ist derzeit, wie IT-Züchter sich zukünftig verhalten sollen, wenn das Hundegesetz bundesweit eingeführt wird. Empfehlenswert erscheint hier der generelle Verbleib der Hunde beim jeweiligen Züchter ++ Rheinland: das Problem der zunehmend Anzahl von Stehohren beim Irish Terrier, insbesondere aus amerikanischen Linien, konnte endlich erfolgreich gelöst werden: mittels plastischer Chirurgie oder auch einer so genannten „Brennschere“, deren Einsatz in Belgien seit langem üblich ist, können die Ohren einfach an der gewünschten Stelle geknickt werden und entsprechen dann relativ genau Ohren mit einer exakten Bügelfalte ++ Niederrhein: einer dortigen Züchterin wird vorgeworfen, den Ruf der Rasse dadurch zu beschädigen, dass sie wiederholt Ablichtungen ihrer Hunde auf Sofas und „überhaupt in Zimmern“ liegend veröffentliche. Dadurch entstünde der falsche Eindruck, Irish Terrier seien durchgängig „Sofa- und Gesellschaftshunde“ und führe zu massiver Enttäuschung gerade bei Ersthundebesitzern ++ NRW: einer Züchterin aus dem westlichen Ruhrgebiet wird vorgeworfen, durch den Einsatz ausländischer Deckrüden bewiesen zu haben, dass sie „nicht bei Trost“ sei. Leider konnten wir bis Redaktionsschluß nicht heraus finden, wo genau „Trost“ liegt und wo man ist, wenn man dort nicht ist ++ Norddeutschland (nördlich des Nord-Ostsee-Kanals): einer dortigen Züchterin scheint es in absehbarer Zeit zu gelingen, einen Gentest für die CU in Eigenregie zu entwickeln. Ihre unglaublich perfiden Genetik-Kenntnisse verblüffen mittlerweile selbst anerkannte Genetiker. So bald der Redaktion neue Informationen vorliegen, werden wir darüber berichten ++ Rheinland (2): einer dortigen Züchterin wird vorgeworfen, ihre Welpen mittels PVC-Böden schleichend zu vergiften. Auswirkungen dieser zweifelhaften Auslegeware im Welpenzimmer betreffen vermutlich insbesondere die Fruchtbarkeit der Hunde sowie ein deutlich geschwächtes Immunsystem ++ Ruhrgebiet: dort wurde der erste IT mit einer ausgeprägten Laminat-Phobie erfolgreich behandelt. Es bleibt abzuwarten, ob es sich hier ebenfalls um eine genetisch bedingte Erkrankung handelt oder hier möglicherweise ein Versäumnis beim Züchter vorliegt ++

 

Weitere Mitteilungen folgen in Kürze.